HomeWegbeschreibungKontaktImpressum



 Ambulante Pflege
Pflegekonzept
 Private Pflege
 Beratung
 Kurse
 Unser Team
 Kooperationspartner
 Links

Pflege- und Betreuungskonzept

Pflegekonzept - Gesetzliche Rahmenbedingungen und unsere Ausgestaltung

Nach dem Pflegeversicherungsgesetz §1 ff. SGB XI sind Maßstäbe benannt, die die Qualität von Pflegeleistungen beschreiben:
  • Die Pflegeleistungen sollen helfen, ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen
  • Sie sind darauf auszurichten, die körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte des Pflegebedürftigen wiederzugewinnen und zu erhalten (aktivierende Pflege)
  • Sie sollen ein Leben in Würde ermöglichen
  • Sie sollen die Pflegebereitschaft von Angehörigen, Nachbarn, Ehrenamtlichen und Selbsthilfegruppen erhalten und fördern
  • Sie sollen mit anderen Hilfen (hauswirtschaftliche Versorgung, ärztlicher Heilbehandlung, rehabilitierende Maßnahmen) koordiniert werden
  • Sie sollen nach dem jeweils anerkannten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis erbracht werden
  • Sie sollen auch auf religiöse Bedürfnisse der Pflegebedürftigen Rücksicht nehmen
Das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz - PQsG vom 09.09.2001 erweitert die Anforderungen und verlangt "Verfahren zur Durchführung von Qualitätsprüfungen, und die "Einrichtung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements, das auf eine stetige Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität ausgerichtet ist". "Die zugelassenen Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen und in regelmäßigen Abständen die erbrachten Leistungen und deren Qualität nachzuweisen".

Der Gesetzgeber unterscheidet folgende Qualitätsdimensionen:
Strukturqualität - Fragen zur Ausstattung der Organisation / zur Qualifikation
Prozessqualität - Pflegeplanung, Pflegedokumentation, Pflegestandards, die die Durchführung der Pflege beschreiben
Ergebnisqualität - Sicherstellung des Grundsatzes Rehabilitation vor Pflege, Zufriedenheit der Pflegebedürftigen, Einbeziehung sozialer Netze
Im MDK-Konzept zur Qualitätssicherung in der Pflege nach SGB XI ist mit dem Begriff "Grundpflege" der Hilfebedarf beim Waschen, Duschen, Baden, Rasieren, Kämmen, Zahn-/ Mundpflege, Ausscheidungen (Blasen-/ Darmentleerung) gemeint.

Worauf es uns bei der Grundpflege ankommt

In unserem Kulturkreis trägt ein gepflegtes Erscheinungsbild zum persönlichen Wohlbefinden und zur sozialen Akzeptanz eines Menschen wesentlich bei. Das muss den Pflegenden bewusst sein, wenn sie mit ihrer Pflege das Erscheinungsbild eines pflegebedürftigen Menschen dort prägen, wo dieser es selbst nicht mehr bestimmen kann. Weiter muss unsere Pflege darauf gerichtet sein, den Leib so zu versorgen, dass er dem pflegebedürftigen Menschen nicht noch lästiger wird, als er ihn vielleicht empfindet. Es geht bei der Grundpflege für uns daher nicht in erster Linie darum, den Körper - den der alternde Mensch früher oder später hinter sich lassen wird - fit zu machen oder zu stärken, sondern darum, ihn für den alten Menschen möglichst leicht und erträglich zu machen. Dazu muss in jeder Situation herausgefunden werden, wie viel Grundpflege für den einzelnen pflegebedürftigen Menschen hier und jetzt individuell sinnvoll ist. Jedes schematische Vorgehen ist zu vermeiden. Wenn ein pflegebedürftiger Mensch hin und wieder eine volle Grundpflege ablehnt, und damit zeigt, dass er zur Zeit nicht gestört werden will, ist das von uns zu akzeptieren, wenn es dem kranken oder alten Menschen nicht schadet. Qualität kann durchaus auch ein "Lassen" beinhalten.
Da die Zeit der Grundpflege meist die einzige des Tages ist, in der der alte Mensch erührung mit einem Gegenüber hat, sollte diese Möglichkeit genutzt werden, um ihn spüren zu lassen, dass die Pflegeperson ihn achtet und so annimmt, wie er ist. Der Mensch sollte nicht auf seine Defizite hingewiesen werden, sondern das, was ihn wertvoll und einzigartig macht, muss angesprochen werden. Wir bezeichnen mit Grundpflege die Körperpflege, die jeder Mensch täglich an sich vollzieht und die je nach Alter, Geschlecht, Kultur oder religiösen Gepflogenheiten etc. variiert. Sie berücksichtigen die besonderen Bedingungen in der häuslichen Pflege kranker oder alter Menschen. Die Pflege alter Menschen erfordert einen Orientierungsrahmen der Hintergründe, Sinnbezüge, ideelle Zusammenhänge verdeutlicht. Den Pflegenden sollen die Handlungsleitlinien ermöglichen jederzeit - immer wieder neu - auf den Menschen, seine Bedürfnisse und Wünsche einzugehen, um entscheiden zu können, was jetzt, in dieser Situation für diesen Menschen angemessen erscheint.
Daher sind Pflegestandards, die präzise vorgeschriebene Handlungsabläufe als qualitätvolle Pflege definieren, im Sinne der individuellen Pflege ungeeignet. Die Handlungsleitlinien legen den Handlungs- und Arbeitsablauf nicht im Detail fest, sondern sie beschreiben das Prinzip der jeweiligen Handlung.

Wer wir sind, was wir wollen

Das vorliegende Konzept für die ambulante Pflege und Betreuung dient der gemeinsamen Orientierung aller im ambulanten Bereich arbeitenden MitarbeiterInnen. Es ist uns wichtig, das, was wir anstreben, als gemeinsame Verständigungsbasis zu formulieren.
Das Pflege- und Betreuungskonzept hat seine Wurzeln im Leitbild der Freien Pflege Praxis Ulm und konkretisiert die dort enthaltenen Werte und Grundsätze für die Pflege und Betreuung.
Wir verstehen unsere Aufgabe in der Erbringung ambulanter Leistungen (Leistungen der Kranken- und Pflegekassen und BSHG sowie Privatleistungen) im Umfeld von Ulm. Dabei bieten wir eine breite Palette möglicher Dienstleistungen an, die möglichst individuell angepasst werden.
Unser Schwerpunkt besteht in der eher "punktuellen" bis zu mehreren Einsätzen täglich erfolgenden Leistung.
Wir unterscheiden uns darin zu anderen Anbietern, die tägliche Einsätze zu mehreren Stunden bis zur 24-Stunden-Betreuung vor Ort anbieten.
Nach unserer Erfahrung bietet unser Konzept der überwiegenden Mehrzahl von Menschen soviel Stabilität, dass eine langfristige Betreuung zu Hause gewährleistet werden kann.
Sollte wegen zunehmenden Pflegebedarfs, Überforderung der Angehörigen oder fortschreitender Demenz mit Eigen- oder Fremdgefährdung die Rahmenbedingungen häuslicher Pflege nicht mehr ausreichen, sind wir bei der Vermittlung zur Unterbringung in einer stationären Einrichtung gern behilflich.
Wir haben den Anspruch, unsere Dienstleistungen mit einer hohen Anzahl qualifizierter MitarbeiterInnen zu erbringen.
Wir erreichen dies durch wöchentliche Teamsitzungen und ein zu bestimmten Zeiten mit qualifizierten und erfahrenen (Leitungs-)kräften besetztes Büro. Eine reibungslose und direkte Kommunikation durch Telefon und Handys sichern diesen Rahmen ab.
Wir verstehen die Aufgabe der Führungskräfte als Dienstleistung für die MitarbeiterInnen, gute inhaltliche und organisatorische und betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine problemlose Bewältigung der einzelnen Dienstleistungsfelder ermöglicht.

Unsere Sicht des Alterns und der letzten Lebensphase

Die letzte Lebensphase vor dem Tod ist vielleicht die schwierigste und bedeutsamste im Leben eines Menschen. In ihr muss sich jeder Mensch damit auseinandersetzen, dass seine Lebenskräfte nachlassen und häufig auch damit, dass er zunehmend gebrechlich und hilfsbedürftig wird. In der einen oder anderen Weise stellt sich hier jedem die Aufgabe, loslassen zu lernen und Verluste zu verkraften. Jedoch besteht auch im höchsten Alter noch die Möglichkeit, in seiner Persönlichkeit zu wachsen, indem man körperliche Einschränkungen und Behinderungen annehmen lernt, sich mit seinem Leben so wie es eben war, auseinandersetzt, oder sich der Frage stellt, was nach dem Tod kommt. Bis zum Lebensende können neue Einsichten errungen und kann neuer Lebenssinn gefunden werden.
Unsere Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass in jedem Menschen eine geistige Individualität lebt, die unsterblich ist. Sie wird weder krank, noch altert sie. Alt und schwächer werden nur der Körper und die ihn erhaltenden Lebensfunktionen, zu denen auch die Gedächtniskräfte gehören. Selbst im Umgang mit Menschen, die sehr schwer behindert oder dement sind, machen wir immer wieder die Erfahrung, dass in der Auseinandersetzung mit dem Erlebnis des Alterns eine seelischgeistige Weiterentwicklung möglich ist und als die biographische Aufgabe dieses Lebensabschnitts angesehen werden muss. Wir sind davon überzeugt, dass alle schicksalhaften Ereignisse, die einen Menschen treffen, auch schwerste Behinderungen und Einschränkungen, für diesen Menschen ihre tiefere Bedeutung haben. Sie machen sein Leben nicht sinnlos, sondern können im Gegenteil gerade Anstoß sein, einen neuen Lebenssinn zu finden oder innerlich zu reifen, auch wenn wir dies von "außen" nicht immer wahrnehmen können. Wir lehnen deshalb alle Bestrebungen ab, deren Ziel es ist, das Leben bei schwerem Leiden zu verkürzen.
Der Tod ist für uns nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Lebens oder dem Verlöschen eines Menschen. Wir sehen in ihm ein bedeutendes biographisches Wandlungsereignis, den Übergang der Individualität des Menschen in eine andere Daseinsform.

Worin wir unsere Aufgabe sehen

Für uns heißt "einen Menschen pflegen und betreuen", ihn mit vertraglich vereinbarten Leistungen zu begleiten. Pflege und Betreuung ist deshalb für uns immer mehr als bloße äußerliche Dienstleistung im Sinne von Service. Sie geht in ihrer Bedeutung für den Menschen auch über das Erfüllen der physischen Bedürfnisse weit hinaus.
Aus diesem Verständnis heraus ergeben sich für uns folgende Aufgaben:
  • Verbliebene Fähigkeiten fördern und bei Bedarf unterstützen
    Es kommt uns darauf an, jeden von uns betreuten Menschen in all dem ergänzend zu unterstützen, was er vertraglich wünscht und er alleine ohne fremde Hilfe nicht (mehr) bewältigen kann. Mit unserer Pflege und Betreuung wollen wir die verbliebenen Fähigkeiten stützen, nicht ersetzen. Wir halten uns deshalb überall da zurück, wo der einzelne noch selbst seine Belange regeln und sich versorgen kann.

  • Individuelle Pflege und Betreuung
    Es ist für uns wesentlich, herauszufinden, was jeder einzelne Mensch braucht, welche festen Gewohnheiten er hat, wo seine persönlichen Empfindsamkeiten liegen. So weit es geht, wollen wir diese in der Pflege und Betreuung auch berücksichtigen, denn wir möchten so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse und die Situation des einzelnen Menschen eingehen und ihm die Unterstützung und Förderung geben, die gerade er von uns wünscht und braucht. Alles Schematische lehnen wir deshalb ab.

  • Körperpflege als Brücke zum Seelisch-Geistigen
    Jede Pflegehandlung, jede Hilfestellung sowie alle betreuerischen und therapeutischen Angebote wirken nicht nur auf den Körper, sondern auf den ganzen Menschen. Die Art, wie Pflege, Betreuung und Therapie durchgeführt oder angeboten werden, beeinflusst auch das seelische und geistige Wohlbefinden eines Menschen. Besonders in den Fällen, in denen wir einen Menschen nicht mehr vorrangig über die Sprache, sondern im Wesentlichen durch die Pflege und Berührung des Körpers erreichen können, nutzen wir die Pflege als "Brücke" zur Individualität dieses Menschen. Körperpflege ist in diesem Sinne für uns auch ein therapeutisches Mittel.

  • Hülle bilden und Geborgenheit vermitteln
    Wir halten es für unsere Aufgabe, unser Handeln so zu gestalten, dass jeder, der von uns betreut wird, sich sicher und angenommen fühlen kann. Es kommt uns deshalb auch darauf an, eine soziale Atmosphäre zu schaffen, die Vertrauen und Geborgenheit ausstrahlt und einen Raum bildet, in dem ein Mensch so sein kann und so akzeptiert wird, wie er in seiner eventuellen Gebrechlichkeit, Desorientiertheit und Besonderheit ist.

  • Tragfähige soziale Beziehungen fördern
    Wesentlich für die tägliche Gestaltung unserer Arbeit ist die Kontinuität in den Beziehungen von den MitarbeiterInnen zu den von uns betreuten Menschen. Vor allem aber wollen wir durch die Pflege und Betreuung selbst solche vertrauensgebenden Beziehungen zwischen betreuten Menschen und MitarbeiterInnen aufbauen und erhalten.

  • Seelische Begleitung und Sterbebegleitung
    Wir halten es für eine unserer Aufgaben, die Menschen auch im Sterben und bei den damit verbundenen existentiellen Fragen zu begleiten und diesem Ereignis einen würdigen Rahmen zu geben, wenn dies gewünscht ist. Dazu gehört es für uns auch, nach Eintritt des Todes respektvoll mit dem Leib umzugehen und Verstorbene würdig zu verabschieden.

  • Vermittlung weiterer Angebote
    Zur Ergänzung unserer pflegerischen und hauswirtschaftlichen Versorgung bieten wir die Zusammenarbeit mit verschiedensten Professionen an.
    Wenn wir den Eindruck gewinnen, dass eine Betreuung im häuslichen Bereich an Grenzen stößt, sind wir gern bei der Überleitung in ein Pflegeheim oder in das Hospiz behilflich, wenn dies gewünscht wird.
    Bei der Vermittlung und Beratung bezüglich weiterer Angebote wie Wohnungsangebote, Reinigungsdienste, Gesetzliche Betreuung und weiteres mehr sind wir behilflich.

  • Begleitung von Angehörigen
    Die Begleitung der von uns betreuten Menschen schließt für uns auch ein, ihren Angehörigen zur Seite zu stehen, wenn dies gewünscht oder erforderlich ist. Oftmals brauchen auch sie unsere Unterstützung und unseren Rat, um mit den Veränderungen und/oder dem nahenden Lebensende ihres Angehörigen zurechtzukommen.
Grundprinzipien unseres Handelns

Für unsere pflegerischen, Betreuungs- und therapeutischen Angebote sind uns folgende Handlungsprinzipien besonders wichtig:
Wir bemühen uns, jeden Menschen, der bei von uns betreut wird, aus seiner Biographie heraus zu verstehen. Das setzt ein liebevolles Interesse für jeden Menschen voraus, ebenso wie ein ernsthaftes und taktvolles Betrachten seiner Lebensgeschichte und seines individuellen Schicksals.
In der Beziehung zwischen MitarbeiterInnen und betreuten Menschen streben wir ein partnerschaftliches, gleichberechtigtes Verhältnis an. In unserer Freien Pflege Praxis hat jeder Mensch Anspruch auf die Achtung seiner Persönlichkeit, seiner Souveränität und Würde, auch wenn er sich nach geltenden Maßstäben ungewöhnlich benimmt, unsere Realität nicht mehr teilt oder sich kaum noch äußern kann. Wir achten die Weltanschauung eines Menschen und respektieren seine persönlichen Eigenheiten und die Grenzen, die mancher uns gegenüber setzt.
Wir anerkennen die Souveränität eines jeden Menschen, zu entscheiden, was für ihn gut ist, und sehen unsere Rolle darin, ihn zu begleiten und zu beraten - nicht ihn zu überreden oder zu "erziehen". Kann jemand selbst keine Verantwortung mehr für sein Handeln übernehmen, achten wir rechtzeitig auf notwendige Vollmachten oder gesetzliche Betreuungsregelungen.
In unserer Arbeit suchen wir immer wieder nach Wegen, uns in der Begegnung mit einem Menschen an seiner Individualität zu orientieren, seinen gesunden Wesenskern anzusprechen und diesen von seinem gebrechlichen Körper zu unterscheiden.
Handlungsleitend für unsere Pflege und Betreuung ist immer die Situation und die Befindlichkeit des einzelnen betreuten Menschen. Dies gilt sowohl für die tägliche Pflege und Betreuung, als auch für die langfristige Pflegeplanung. Wir verfolgen deshalb keine einheitlichen Pflegeziele, wie z.B. die Förderung der Selbständigkeit, sondern bemühen uns, wo notwendig und gesetzlich vorgeschrieben, für jeden Menschen, wenn möglich mit ihm zusammen, die individuellen Pflegeziele herauszufinden, die für ihn die Richtigen sind. Das Erreichen dieser Ziele orientiert sich an den individuellen Vertragsbedingungen (Art und Dauer der Einsätze).
Unsere Pflegeplanung berücksichtigt die körperlichen, seelischen und geistigen Voraussetzungen und Bedürfnisse eines betreuten Menschen. Darüber hinaus bietet die Festlegung der durchzuführenden Maßnahmen jedem einen Überblick über unser aktuelles Handlungsspektrum, der Pflegebericht bildet den aktuellen Stand der Befindlichkeit ab.
Wir bemühen uns um eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzten und anderen Therapeuten und sorgen für aktuellen Informationsaustausch.

Qualitätsziele

Aus dem Leitbild und dem daraus abgeleiteten Pflege- und Betreuungskonzept ergeben sich folgende Qualitätsziele:
  • In unserer Arbeit wollen wir Erkenntnisse aus der Anthroposophie einfließen lassen und das anthroposophische Menschenbild als Orientierung unseres Handelns berücksichtigen, in Teamsitzungen, Fortbildungen und/oder individueller kollegialer Beratung kommen wir diesem Anspruch näher.
  • Die Individualität des Menschen führt zu einer täglich neuen, individuell erbrachten Dienstleistung. Konkrete Wünsche und Anliegen haben Vorrang gegenüber den Planungen bei der Erbringung vereinbarter Leistungen. Wir bewegen uns bewusst in dem Spannungsfeld, was Menschen subjektiv möchten und objektiv brauchen.
  • Pflegerische Einsätze werden von Fachpersonal durchgeführt.
  • Weitere Dienstleistungen werden erst nach Anleitung durchgeführt. Eine direkte telefonische Erreichbarkeit einer Fachkraft ist hier gewährleistet.
  • Fachlich kompetente, persönliche Erreichbarkeit für Kunden und Interessenten. Zeitnahe, zuverlässige Bearbeitung von Telefon-, Fax- und E-Mail-Anfragen.
  • Zeitnahe, kompetente Beratung bezüglich eigener Angebote und denen der beschriebenen Kooperationen
  • Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit bei Terminen und Absprachen.
  • Zeitnahe Information an Angehörige, Ärzte etc. wenn deutliche Veränderungen in der Befindlichkeit oder Probleme bei den betreuten Menschen entstehen.
  • Eine zügige Vermittlung an andere Einrichtungen (Beratungs- und Vermittlungsstellen), wenn eigene Kapazitäten oder Möglichkeiten nicht vorhanden sind, wird gewährleistet.
  • Zügige Bearbeitung eines Beschwerdemanagements.
  • Kundenbefragung über Zufriedenheit nach Vertragsende.
  • Ausreichende Ausstattung notwendiger Sachmittel, zeitnahe Wartungen und Instandhaltung nach Plan.
  • Monatliche Rechnungsstellung, Verbuchung, und Bearbeitung offener Posten.
Qualitätspolitik - Grundsätze

Organisation
In unserer Freien Pflege Praxis legen wir größten Wert auf eine kontinuierliche Betreuung. Deshalb ist jeder von uns betreute Mensch einer "Tour" zugeordnet. Diese Touren werden von einer möglichst geringen Anzahl von MitarbeiterInnen bedient. Fällt ein/-e MitarbeiterIn/-in in seiner/ihrer "Tour" aus, wird er/sie durch eine/-n andere/-n MitarbeiterIn ersetzt. Eine Zusammenlegung von "Touren" findet nicht statt.
Die Kommunikation und Übergabe erfolgt weitestgehend persönlich und direkt. Mitarbeiter, die eine Tour abgeben, informieren persönlich, telefonisch oder schriftlich den Mitarbeiter, der diese Tour übernimmt. Dies gewährleistet einen reibungslosen Informationsfluss.
Alle MitarbeiterInnen der Freien Pflege Praxis arbeiten auf der Grundlage der 5-Tage-Woche. Die Pflegenden und die MitarbeiterInnen teilen sich die Arbeit in Früh-, Spät und Bereitschaftsdienste.
Wir legen großen Wert auf direkte und schnelle Erreichbarkeit. Deshalb ist unser Büro möglichst oft besetzt. Unser Telefon ist in dieser Zeit persönlich und kompetent besetzt.
Der Bereich der Akquisition neu zu betreuender Menschen unterliegt der Leitung. Sie berücksichtigt dabei freie Kapazitäten in den Touren und die Anliegen der MitarbeiterInnen. Wir bemühen uns auch hier, besondere Wünsche der von uns betreuten Menschen zu berücksichtigen.
Darüber hinaus übernimmt die Geschäftsleitung die gesamte administrative Betreuung der Kunden. Dazu gehören Controlling betriebswirtschaftlich relevanter Kenndaten, Vollständigkeit der Dokumentation, Rechnungsstellung und Verwaltung der offenen Posten.
Sie erstellt Dienstpläne, betreibt Personalgewinnung, ist Beauftragte für die Qualitätssicherung und sorgt für einen ausreichenden Einsatz bzw. Wartung notwendiger Sachmittel.
In ihrer Durchführung wird die Leitung durch den Geschäftsführer unterstützt.
Die Qualität unserer Pflege und Betreuung sowie unserer Arbeitsorganisation entwickeln wir ständig in unseren Qualitätszirkeln bzw. im Rahmen des gesamten Qualitätsmanagements weiter. Dabei beziehen wir uns insbesondere auf die selbst festgelegten Handlungsleitlinien.
Um der individuellen Lage und den persönlichen Bedürfnissen des Einzelnen gerecht zu werden, nehmen wir uns in wöchentlichen Teamsitzungen Zeit, uns mit einzelnen Menschen und ihrer Situation vertraut zu machen. Die Ergebnisse der Besprechung fließen in die Pflegeplanung ein. Diese wiederum ist handlungsleitend für die individuelle Pflege.
Jede MitarbeiterIn ist bei uns aufgerufen, ihre Arbeit selbst so zu organisieren, dass sie souverän, gelassen und in Ruhe ausgeführt werden kann, denn damit nützt sie am meisten den betreuten Menschen und sich selbst.

Unsere Angebote

Pflegerische Leistungen
Festgelegte pflegerische Leistungen, die nach Umfang im jeweiligen Vertrag mit dem zu betreuenden Menschen festgehalten sind. Diese Leistungen werden nach Leistungen der Krankenkassen (SGB V), Leistungen der Pflegekassen (SGB XI), Leistungen der Sozialämter (BSHG) sowie Privatleistungen differenziert. Die Abrechnung der Krankenkassenleistungen erfolgt nach Modulen, die Abrechnung von Leistungen der Pflegekassen bzw. Sozialämter nach erbrachten Leistungsmodulen, Privatleistungen werden je nach Leistung über Module oder Zeit abgerechnet.

Leistungen der Nachbarschaftshilfe und der Hauswirtschaft (unter Umständen durch Kooperationspartner)
  • Hauswirtschaftliche Leistungen,
  • Begleitung
  • Einkäufe
  • sowie sonstige Privatleistungen
Essen auf Rädern (durch Kooperationspartner) Frisch gekochtes, warmes Essen, Hauslieferung

Sonstige Leistungen
  • Vermittlung Ehrenamtlicher in der Sterbephase. Weitere Dienstleistungen auf Anfrage
Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung
Wir legen großen Wert auf einen möglichst hohen Anteil von examinierten MitarbeiterInnen mit Pflegeexamen, weil eine individuelle und ganzheitliche Pflege und Betreuung nur mit einem entsprechend hohen Qualifikations-Anteil zu leisten ist. MitarbeiterInnen ohne pflegerische Ausbildung und solche, die nur stundenweise bei uns arbeiten, werden von qualifizierten KollegInnen angeleitet und betreut.

Als fachliche Weiterbildung fördern wir vor allem die Teilnahme an Kursen zu notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen.
Darüber hinaus ist der Arbeitsplatz ein unverzichtbarer Lernort, in dem hier die Erfahrungen ausgetauscht und besprochen werden und die MitarbeiterInnen voneinander lernen können. In regelmäßigen Teamsitzungen können MitarbeiterInnen ihre Erfahrungen austauschen und für ihre weitere fachliche und persönliche Entwicklung nutzbar machen.



Freie Pflege Praxis Ulm

Westerlinger Straße 22
89077 Ulm

Tel.: 07 31 / 159 76 31
Fax: 07 31 / 159 76 32

Info@Pflegepraxis-Ulm.de